Interview mit dem Sportlichen Leiter Andreas Gaber


07.01.2010 - 11:07

Der FC-Astoria Walldorf kam nach anfänglichen Startschwierigkeiten in Fahrt und belegt zum Jahreswechsel den dritten Tabellenplatz. Mathias Michalski nutze die Gelegenheit und löcherte Astoria-Manager Andreas Gaber für einen kleinen Rückblick 2009 und einen Ausblick auf das kommende Jahr.

Hallo Andreas. Zum Jahreswechsel steht der FC-Astoria Walldorf auf dem dritten Tabellenplatz. So kann ein Manager wohl gelassen ins neue Jahr gehen?

Mit dem dritten Tabellenplatz nach der Vorrunde sind wir natürlich sehr zufrieden. Nach durchwachsenem Saisonstart mit einigen schwächeren Partien - gerade auswärts - haben wir uns mehr und mehr entwickelt und vor allem zu Hause einen sehr offensiven und attraktiven Fußball gezeigt. Das haben auch die Zuschauer in Walldorf honoriert, so dass wir erfreulicherweise auch einen Zuschaueranstieg zu verzeichnen hatten. Wir sind zu Hause noch ungeschlagen und zuletzt in der Fremde auch überaus erfolgreich. So gelang u.a. beim ‘‘Angstgegner‘‘ Gmünd der erste Erfolg überhaupt. Man kann schon sagen, dass wir eine erfolgreiche Hinserie gespielt haben.

Acht Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter 1899 Hoffenheim II. Die kurzzeitige Auswärtsschwäche verhindert wohl eine spannende Rückrunde?

Wir messen uns nicht am Rückstand auf den Tabellenführer. Aber ohne den einen oder anderen leichtfertig verspielten Erfolg, wären wir wohl dicht an Hoffenheim und Kirchheim/Teck dran. Uns geht es nach wie vor in erster Linie um die Entwicklung unserer jungen Spieler und darum einen offensiven, attraktiven und natürlich auch erfolgreichen Fußball zu zeigen. Letztendlich will man aber natürlich jedes Spiel gewinnen und das zeigt die Mannschaft diese Saison auch von Spiel zu Spiel.

Vor der Saison standen erfahrene Abgänge wie Sachar Theres fest. Wie beurteilst Du die Entwicklung der ,,jungen Wilden‘‘ ?

Junge Spieler brauchen erfahrungsgemäß gerade nach dem Wechsel aus der Jugend in die Aktivität ihre Zeit, um sich an das Tempo, die höheren körperlichen Anforderungen und das härtere Klima im Gefüge einer Seniorenmannschaft zu gewöhnen. Wir hatten jetzt im nachhinein natürlich den Vorteil, dass bereits in der vergangenen Rückrunde Spieler wie Theres, Weber oder Throm nur wenig gespielt haben und so die jungen bereits Verantwortung übernehmen mussten und an ihren Aufgaben gewachsenen sind. Das kommt uns diese Saison zugute. Spieler wie Phil Weimer, Christoph Stenzel, Benjamin Hofmann und Michael Kettenmann haben sich sehr gut entwickelt und diese Saison konstant ihre Leistung gebracht. Von den neuen haben wohl Tobias Müller, Murat Korkmaz und vor allem Nicolai Groß die beste Entwicklung genommen. Aber auch sie haben Zeit gebraucht, um sich an die Oberliga-Luft zu gewöhnen.

In der Regel tut sich wenig in der Wintertransferperiode. Gibt es Veränderungen im Astoria-Kader?

Wir haben in der Winterpause keine Abgänge zu verzeichnen. Es gab Anfragen für den einen oder anderen Spieler der nicht so häufig zum Einsatz gekommen ist. Aber Stand heute wird uns wohl keiner verlassen. Interesse besteht derzeit an der Verpflichtung eines weiteren sehr talentierten jungen Spielers, der auch gerne zu uns kommen würde. So lange aber noch nichts unterzeichnet ist, geben wir auch keine Wasserstandsmeldungen ab.

Bereits am 20. Februar geht es wieder um Punkte gegen Balingen. Das Ziel bis zum Saisonende wird wohl die Verteidigung des dritten Platzes sein?

Korrekt. Wenn wir am Ende dritter werden könnten, dann wäre das ein toller Erfolg. Wie bereits gesagt kommt es uns aber in erster Linie auf die Entwicklung der Mannschaft, unserer jungen Spieler und einen attraktiven Fußball an.

Am 9. und 10. Januar steht das Hallenturnier in Eppelheim an. Beim letzten Turnier schickte der FCA hochtalentierte Budenzauberer ins Rennen und scheiterte unglücklich am SV Sandhausen. Mit welcher Zielsetzung geht Walldorf in das Turnier?

Wir waren in den letzten Jahren beim Sparkassen Cup in Eppelheim sehr erfolgreich. Leider gab es aber auch einige - sagen wir mal - sehr unglückliche Vorfälle, die sogar dazu geführt haben, dass wir uns die Teilnahme in diesem Jahr lange überlegt haben. Auch der neue Modus mit dem Qualifikationsturnier am Samstag ist nicht bei allen gut angekommen und man wird abwarten müssen, ob das nicht die Leute aus der Halle fern hält, statt mehr Zuschauer anzulocken. Letztlich geht es aber um den Fußball und dass es den Jungs immer viel Spaß macht bei diesem traditionsreichen und größten Hallenturnier in der Region zu spielen. Wir erhoffen uns, dass wir uns für das Hauptturnier am Sonntag qualifizieren und dort dem ein oder anderen höherklassigen Verein wieder ein Bein stellen zu können. Natürlich wollen wir auch so weit wie möglich kommen. Letztlich ist es aber wichtig, dass fairer und guter Fußball gezeigt wird und sich kein Spieler verletzt.

Vielen Dank, dass Du Zeit hattest. Wir wünschen Dir und deinem Team ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2010.

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